Posts Tagged ‘Medienkompetenz’

Am 7. August ist es soweit: Geschriebenes Wort von mir nicht nur online, sondern auch als Buch!
Gemeinsam mit der Autorin Barbara Kettl-Römer haben wir 99 Tipps rund um das Thema “Social Media” verfasst. Das Buch richtet sich in erster Linie an Lehrer der Sekundarstufe I, viele Tipps sind sicher auch interessant für Personen, die in anderen Kontexten mit Jugendlichen arbeiten oder sich einfach zum Thema informieren wollen.

Cover 99 Tipps Social Media ©Cornelsen

Für das Buch haben wir mit Cornelsen eine Onlinebefragung durchgeführt, bei der uns dankeswerterweise 1335 Lehrer und Lehrerinnen ihre Bedürfnisse, Fragen und Meinungen zum Thema mitgeteilt haben. Diese Erkenntnisse waren für uns wichtige Orientierungslinien.

Sehr interessant ist auch die Struktur des Buches: Natürlich können Sie es gerne linear von Tipp 1 bis zum 99ten durchlesen. Gemacht ist es für den direkten Einstieg bei dem Tipp, der Sie im Moment am meisten interessiert. Durch Querweise auf thematisch benachbarte Tipps können Sie sich Ihren eigenen, individuellen  Lesepfad beschreiten. Das Inhaltsverzeichnis können Sie als PDF anschauen und herunterladen.
Bestellen können Sie das Buch direkt über Cornelsen oder natürlich mit der ISBN 978-3-589-16219-2 in Ihrer lokalen Liebblingsbuchhandlung.
Zum Erscheinungstermin am 7. August werde ich einen Tipp hier veröffentlichen!
Für kommende Auflagen werden wir bei diesem dynamischen Thema natürlich Inhalte aktualisieren und ggfs. neue Tipps einbauen. Haben Sie Vorschläge und Wünsche? Kommentieren Sie gerne hier im Blog oder schreiben Sie mir: info@gregory-grund.de
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und wünsche gute Inspiration beim Lesen.

Dieses Mal hat es mit frischen Bachelorarbeiten länger gedauert, dafür gibt es nun jede Menge interessantes Lesematerial. Meinen Glückwunsch an alle KandidatInnen, die in den letzten Prüfungsphasen ihren Abschluß gemeistert haben!

5 Personen haben dankenswerterweise ihre Arbeit für alle Interessierten zur Verfügung gestellt:

Aus dem Sommersemester 2012:
Cybermobbing im Web 2.0” / von Joana Appel
Neben Grundlagen stehen pädagogische Perspektiven wie die Dynamiken und Empfindungen der beteiligten Rollen im Mittelpunkt. Ebenso werden Präventions- und Interventionsmaßnahmen beleuchtet.

Aus dem Wintersemester 2012-13:
Kinder. Fernsehen. Erziehung. – Über das Medium, die jüngste Zielgruppe und die pädagogischen Herausforderungen” / von Annika Röder
Schwerpunkte bilden die Entwicklung des Mediums sowie die kindliche Wahrnehmung u.a. nach Piaget. Die “Erziehungsaufgabe Fernsehen” wird aus Sicht von Eltern und Erziehern gedacht. Eine kurze Betrachtung von Kinderangeboten wie Ki.Ka und BabyTV findet ebenfalls statt.

Aus dem Sommersemester 2013:
Medienerziehung – Der pädagogische Umgang mit kindlichen Fernsehgebrauch” / von Sarah Kollross
Auch diese Arbeit beschäftigt sich intensiv mit dem kindlichen Erleben von TV und der pädagogischen Begleitung. Etwas ausführlicher werden hier das kindliche Fernsehverständnis sowie die elterliche Begleitungsmöglichkeiten beleuchtet.

“Geocaching – Potentiale für die pädagogische Praxis” / von Markus Ries (Dokument auf Wunsch entfernt)
Die Arbeit beleuchtet das junge Phänomen Geocaching. Eine selbst organisierte Tour wird ausführlich beschrieben. Darauf aufbauend werden spielpädagogische Überlegungen und Potentiale identifiziert.

Lernmechanismen in Computerspielen nach James Paul Gee” / von Viktoria-Eva Bauer
Die Arbeit erschliesst zunächst die bisher nur auf Englisch vorliegenden Lernmechanismen in Computerspielen nach Gee. Die Potentiale werden durch die Betrachtung von Thesen Spitzers und McGonigals eingeordnet. Ebenso werden erste vorsichtige Übertragungen der Erkenntnisse in didaktische Konzepte für z.B. Schulen skizziert.

Weitere Themen in den drei vergangenen Prüfungsphasen waren u.a.:

- Online-Beratung: Wandel der professionellen Beratungsangebote am Beispiel Essstörungen

- Kinder als Zielgruppe von Werbung

- Medienpädagogik im Alter

- Das idealisierte Frauenbild in der Werbung

- (Neue) Medien im Kindergarten

- Soziale Netzwerke – Neue Herausforderungen in der Medienerziehung

Ich bedanke mich für den Input und hoffe auf weitere spannende Arbeiten in den kommenden Semestern!

18. Juli 2012
09:00bis13:00
19. Juli 2012
09:00bis13:00

Wann: 18.07.2012 09:00 bis 13:00 Uhr & 19.07.2012 09:00 bis 13:00 Uhr
Wo: Hort Süd-West Eschborn
Inhalt: SicherDeinWeb konzipiert im Auftrag des Hort Süd-West Eschborn zwei interaktive Vorträge im Rahmen der pädagogischen Wochen für die 16 Mitarbeiter der Einrichtung zu den Überthemen „Kinder am PC – Der Hort in der digitalen Welt“ sowie „Möglichkeiten mobiler Geräte und die pädagogische Begleitung von Computerspielen“

1. Was tun Kinder am PC und wie können wir sie pädagogisch begleiten?
1.1 Kindliches Nutzungsverhalten
1.2 Die Bedeutung von Medienkompetenz
1.3 Leit- und Orientierungslinien für Erzieher

2. Wie gestalten wir den Umgang mit den beiden PCs im Hort?
2.1 Wie integrieren wir die PCs in unser Gesamtkonzept?
2.2 Welche Jugendschutzmöglichkeiten gibt es zentral und lokal?
2.3 Wie führen wir die Kinder an den PC?

3. Computerspiele im Hort
3.1 Welche Computerspiele faszinieren Kinder?
3.2 Wie können wir uns bei der Spielbewertung orientieren?
3.3 Welches inhaltliche und begleitende Angebot machen wir?

4. Mobile Endgeräte
4.1 Vielfalt: Welche Geräte gibt es aktuell und was können sie?
4.2 Wie gehen wir mit den Möglichkeiten um?
4.3 Reflexion der Fortbildung

20. September 2012
14:00bis17:00

Wann: 20. September. 2012

Wo: Eichendorffschule

Inhalt: SicherDeinWeb konzipiert im Auftrag der Eichendorffschule einen Workshop mit 10 Lehrern zum Themenkomplex „Facebook, mein Schüler und ich“. Der 3-stündige Workshop kombiniert Fachinformationen mit Reflexionsangeboten an die Lehrer. Ziel ist es, individuelle Handlungsrichtlinien im Rahmen einer gesamtschulischen Strategie zu definieren, die die Grundlage für die Erstellung eines gemeinsamen Kodexes im Workshop darstellen.
Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Anwendbarkeit der Tipps und Vorschläge, so dass jeder Teilnehmer seine individuelle Strategie bewusst umsetzen kann, welche sich im Rahmen der gesamtschulischen Strategie bewegt.

Die Veranstaltung „Facebook, meine Schüler und ich“ umfasst drei Bausteine (insgesamt 3 Stunden):
1. Was ist Facebook
2. Strategien für die Rolle des Lehrers
3. Lehrerrolle auf Facebook an der Eichendorffschule

4. September 2012
14:00bis17:00

Wann: 04. September. 2012

Wo: Eichendorffschule

Inhalt: SicherDeinWeb konzipiert im Auftrag der Eichendorffschule eine Lehrerfortbildung für einen möglichst großen Teil des Kollegiums zum Themenkomplex „Cybermobbing – Herausforderung für den Sozialraum Schule“. Der 3-stündige Workshop kombiniert Fachinformationen mit Reflexionsangeboten sowie konkreten Handlungsempfehlungen an die Lehrer. Ziel ist es, eine Sensibilisierung für die Formen und Dynamiken von Mobbingprozessen zu erreichen. Darauf aufbauend sollen alle Lehrer ihre Einflussmöglichkeiten in Prävention und Interventionen nutzen lernen und die Bedeutung einer gesamtschulischen Strategie verstehen.
Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den speziellen Mechanismen des Mobbings in der digitalen Welt, welche durch Ihre Nachhaltigkeit Prävention zunehmend wichtiger macht.

Für die ZDF-Sendung WISOplus (Erstauststrahlung am 17. 04. 2012 auf ZDFinfo / Link zur Mediathek) ergab sich ein kleines Interview zum Thema selbstbestimmte Mediennutzung. Wie beim letzten Kurzinterview zu Apple stelle ich hier gerne meine Grundgedanken schriftlich dar. Die Fragen haben ich für die Lesbarkeit sinngemäß selbst gesetzt.
Gregory Grund im Interview

FRAGE: Das Internet ermöglicht uns über PC und Smartphones vielfältige Informations- und Kommunikationskanäle. Diese können sehr bereichernd sein, werden aber auch Ablenkung empfunden. Im Büro klagen viele Kollegen, dass ihre gefühlte Produktivität sinkt und sie sich schlecht auf eine größere Aufgabe einlassen können. Haben Sie Tipps für den Arbeitsalltag am PC?

ANTWORT: Priorisieren Sie Ihre Aufgaben und überlegen Sie: Brauche ich dazu Ruhe? Was lenkt mich am PC eigentlich ab?  Nutzen Sie Programme zum Nachverfolgen der eigenen Aktivitäten auf dem PC, die dann z.B. angeben, wie viel Zeit „nebenbei“ auf Facebook verbracht wird. Das hilft eigene Muster zu erkennen und ist die Basis, um eigenverantwortlich sein Kommunikationsverhalten zu gestalten.
Tools dazu gibt es in verschiedenen Varianten, eine Übersicht gibt es z.B. hier.
Eine Folge können Zeiten sein, in denen man bewusst nicht über Mail und Telefon erreichbar ist. Sprechen Sie das mit den Kollegen und mit dem Betrieb ab, um die Akzeptanz zu erhöhen.

FRAGE: Gut, wenn ich nun im ersten Schritt reflektiere, wie ich meine PC-Alltag gestalte und wohin ich gerne abschweife: Was hilft mir das? Die Fülle an Informationen, die tagtäglich auf uns einprasselt, mindert sich dadurch doch nicht, oder?

ANTWORT: Das Drohbild der „Informationsüberflutung“ wird schon lange mit dem Aufkommen neuer Medientypen bemüht und zeigt uns deutlich:
Es ist entscheidend, wie wir unsere Informations- und Kommunikations-Ströme inhaltlich und zeitlich filtern, kurz: wie wir das Wichtige vom Unwichtigen trennen.
Konkret bedeutet dass: Vermeiden Sie ständige Orientierungsbewegungen, in dem Sie zum Beispiel zwei fixe Emailsprechzeiten am Tage einrichten, zb. zu Beginn des Tages und nach dem Mittagessen. Vermeiden Sie wo es geht akkustische und visuelle Benachrichtigungen, die Sie aus Ihrer aktuellen Tätigkeit rausholen. Schließen Sie am besten auch alle Programme und Browsertabs, die Sie für Ihre Tätigkeit nicht brauchen.
Und nutzen Sie Pausen auch als Pausen.
Das ständige Suchen und Folgen von neuesten Informationen erschwert es uns konzentriert an einer Sache zu bleiben. Arbeitstechniken wie das Pomodoro-Konzept helfen uns, Aufgaben zu strukturieren.

© http://www.pomodorotechnique.com/

FRAGE: Während der Arbeit wird privat gesurft, nach Feierabend laufen weiterhin dienstliche E-Mails und Anrufe ein. Wie kann ich Arbeit und Privatleben auch technisch trennen?

ANTWORT: Die klare Trennung von Dienst und Privat fällt in vielen Bereichen zunehmend schwer. Am einfachsten fällt es die Trennung zu gestalten, wenn die Kommunikationskanäle nicht vermischt sind, also zwei unterschiedliche Geräte und Mailadressen benutzt werden.
Viele Smartphones ermöglichen auch eine Kontaktverwaltung, die bei der Differenzierung hilft. Sie können einzelne Kontakte in Gruppen sortieren und diesen Gruppen individuelle Möglichkeiten zuweisen: Freunde dürfen Sie immer erreichen, berufliche Kontakte werden nach 20 Uhr direkt an die Mailbox weitergeleitet. Android Smartphones scheinen im Gruppenmanagement flexibler, für das iPhone gibt es im Moment nur Lösungen über Umwege oder eine zweite Sim-Karte.
Selbstdisziplin ist von Nöten und fällt dann besonders leicht, wenn es klare Absprachen im Betrieb gibt.

FRAGE: Haben Sie einen abschließenden Tipp?

ANTWORT: Wir dürfen uns nicht von Technologe treiben lassen, sondern können diese bewusst nutzen, um betriebliche und persönliche Ziele zu verfolgen. Wir müssen stets neu lernen, Technik als unseren Dienstleister zu verstehen und zu gestalten.

15. Mai 2012
09:00bis17:00

Am 15. Mai diesen Jahres starten wir wieder unseren hessenweiten Fachtag. Diesmal unter dem zeitgemäßen Motto “Teilen und Beteiligen – die Potentiale digitaler Medien nutzen!”.

Der Fachtag ist eine Kombination aus klassischen Vorträgen und Barcamp!

Der Vormittag beginnt mit zwei Fachvorträgen. Thomas Rathgeb von der JIM Studie berichtet “Wie Jugendliche digitale Medien nutzen”. Über seine Praxiserfahrungen von “Facebookgruppen im Unterricht” erzählen im Anschluss Martin Kurz, Realschulzweigleiter und ein Schüler der Adolf Reichwein Schule in Langen.

Zum Programm:

Programm Fachtag “Potentiale digitaler Medien nutzen”.

Das erste hessenweite Bildungs-Barcamp!

Am Nachmittag laden wir zum ersten hessenweiten Bildungs-Barcamp ein. Ein Barcamp ist eine Mit-Mach-Konferenz. Die Teilnehmer stehen als Experten im Zentrum und erstellen und gestalten die Inhalte und Ablauf des heutigen Nachmittages selbst. Die  Teilnehmer werden dadurch zu „Teilgebern“. Der Austausch und die Diskussionen über die „Potentiale digitaler Medien“ sollen im Zentrum stehen.

Soziale Netzwerke, Facebook, Handynutzung in der Schule, Mobile Learning, Lernplattformen wie Moodle oder Mahara, die Rolle interaktiver White – sie selbst gestalten  als Teilnehmer das Programm.

Als Vorbild für dieses kleine Bildungsbarcamp dienen die deutschlandweiten Educamps!

Zielgruppe für diesen Fachtag sind Lehkrkräfte in Schulen, Pädagogen in der schulischen uns außerschulischen Bildungsarbeit und Eltern!

Um die lokale Vernetzung zu fördern und selbst aktiv zu werden haben wir uns für die Methode Barcamp entschieden.

Anmeldung

Bei Inge Fartak (MuK)
E-Mail: muk@muk-hessen.de
Telefonnummer: 06103-3131-1203
Erst nach Anmeldung erfolgt die Bankverbindung

Anbei Video, das erklärt wie ein Educamp funktioniert. Auch der Fachtag “Teilen & Beteiligen” wird am Nachmittag nach dieser Methode durchgeführt. Wir freuen uns auf ihr Kommen!

Florian Borns,  Team Netzwerk Medienpädagogik.

Was ist eigentlich ein EduCamp from Ralf Appelt on Vimeo.

Die Materialien zum Download!
Gerne können Sie die Materialien auf Ihrer Webseite online stellen.

Laden Sie Pädagogen und Eltern zum Fachtag ein!

DIN A3 Poster: Fachtag Teilen & Beteiligen

Programm Fachtag “Potentiale digitaler Medien nutzen”

9. März 2012
14:00bis16:00

Wann: 09. März, 14 – 16 Uhr

Wo: Kita St. Anna (organisiert durch das IFZ Frankfurt) / Gruppe von Grundschülern (1.-4. Klasse)

Inhalt des Hortbesuchs (60 Minuten) ist die handlungsorientierte Sensibilisierung für den bewussten Umgang im Internet mit dem Schwerpunkt sozialer Netzwerke für Kinder.
Übergeordnetes Ziel ist die Intensivierung des Eltern-Kind-Dialogs zu medienpädagogischen Fragen. Die Kinder erhalten Aufgaben und Informationen, die sie gemeinsam mit ihren Eltern besprechen werden.